Der große Bereich der Schutzbekleidung bezeichnet alle Ausrüstungsteile, die einzig den Zweck verfolgen, den Körper beziehungsweise bestimmte Körperteile des Trägers gegen unterschiedliche potenzielle Schädigungen zu schützen. Bei einigen bestimmten beruflichen Tätigkeiten ist eine solche Schutzbekleidung zumindest ein Teil der gesetzlich vorgeschriebenen  Berufsbekleidung.

Je nach der besonderen Zusammensetzung und der Einsatzart gibt es dabei spezielle Schutzbekleidung zum Schutz gegen Hitze, Chemikalien, Viren und Bakterien, gegen mechanische Einwirkungen aber auch für Benutzer von Kettensägen. Auch eine bestimmte Wetterschutzkleidung sowie Warnbekleidungen gehören zur Gruppe der Schutzbekleidungen und sind zum Beispiel für die Feuerwehr ein Teil der standardmäßigen Berufsbekleidung.

Gemäß der EU-Richtlinie DIN EN 340 zu persönlichen Schutzausrüstungen hat ein Arbeitgeber dann für eine zuverlässige und intakte Schutzbekleidung für einen sicheren Körperschutz der Mitarbeiter zu sorgen, wenn im Betrieb mit Stoffen oder Gerätschaften gearbeitet wird, die zu Verletzungen der Haut führen oder in den Körper eindringen können. Besonders zu schützen sind die Mitarbeiter darüber hinaus, wenn sie aufgrund ihrer Tätigkeit der Gefahr von Verbrennungen, Verätzungen, Verbrühungen oder Unterkühlungen ausgesetzt sind.

Dabei sind je nach dem speziellen Einsatzzweck für die grundsätzlich gleiche Gefahrenquelle durchaus Schutzbekleidungen bzw . Berufsbekleidung in unterschiedlichen Ausführungen und Zusammensetzungen zu gebrauchen. In Bezug auf den Hitze- und Flammenschutz zum Beispiel finden leichtere Gewebe dort Anwendung, wo höchstens eine geringe Hitze bestehen kann und kaum Funkenbildung besteht. Solche Schutzbekleidungen finden zum Beispiel in der chemischen -, der Elektro- oder der Automobilindustrie sowie in Raffinerien und Laboren Anwendung.

Hingegen erfordert eine Tätigkeit in der Stahl-produzierenden oder –verarbeitenden Industrie, im Bergbau und in Kraftwerken sowie bei Schweißarbeiten oder in Gaswerken, ein entsprechend schweres Gewebe, da hier die Gefahr einer Verletzung durch starke Hitze, Funkenflug oder mechanische Einwirkungen besonders groß ist.

Weit verbreitet sind besonders auch sogenannte Chemikalienschutzanzüge, die besonders die Haut der Mitarbeiter vor schädlichen Wirkungen zum Beispiel durch Farben, Laugen, Säuren und Salzlösungen aber auch vor Reinigungsmitteln, Pflanzenschutzmitteln und radioaktiver Verseuchung schützt.