Ein wichtiger Punkt im Zuge einer Hausfinanzierung ist die gesunde Einschätzung der eigenen Finanzkraft. Die saloppe Meinung nach dem Motto „Ach, das schaffen wir schon“ sollte keinen Platz bei so einer wichtigen Investition wie einer
Hausfinanzierung haben. Schließlich ist der Erwerb einer Immobilie häufig die teuerste Anschaffung, die ein Mensch im Laufe seines Lebens tätigt. Dieser Schritt sollte daher im Voraus gut überlegt sein. Für die Ermittlung der eigenen Finanzstärke und für die Beantwortung der Frage wie viel Hausfinanzierung man sich leisten kann, sollte eine Haushaltsrechnung aufgestellt werden. Im Rahmen dieser Berechnung wird das regelmäßige Einkommen des Kreditnehmers unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit ermittelt. Nachhaltig ist nur das Einkommen, das voraussichtlich auf Dauer bzw. für die Dauer der Hausfinanzierung gesichert ist. Gleichzeitig werden die anfallenden Kosten in Abzug gebracht. Zu den Kosten zählen die Lebenshaltungskosten, Fahrzeugkosten, Versicherungsbeiträge, die nicht freiwillig angespart werden und Kreditkosten. Zusätzlich werden die Kosten berücksichtigt, die durch die Immobilie verursacht werden – beispielsweise Rücklagen. Da viele Kosten nicht eindeutig beziffert werden können, können hier Pauschalbeträge angesetzt werden. Gerade mit Pauschalbeträgen arbeiten auch Kreditinstitute. So beträgt die Pauschale für Lebenshaltungskosten für zwei Erwachsene ca. 850 Euro. Für jedes Kind kommen ca. 200-250 Euro hinzu. Um sicher zu sein, dass nichts vergessen wurde, sollten Haushaltsrechner im Internet benutzt werden. Diese stehen jedem absolut kostenlos zur Verfügung und liefern hervorragende Ergebnisse. Nur mit einer Haushaltsrechnung kann sich ein umfassender Überblick über die finanziellen Verhältnisse verschafft werden. Die Kosten sollte immer realistisch eingesetzt werden. Auf keinen Fall sollten die tatsächlichen Kosten nach unten korrigiert werden. Nur dann kann eine
Baufinanzierung erfolgreich umgesetzt werden.